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Eigenverbrauch von Solarstrom bedeutet, dass der durch Solaranlagen selbst erzeugte Strom direkt vor Ort genutzt und nicht ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Während bislang die Einspeisung von selbst erzeugtem Solarstrom in das öffentliche Netz der Regelfall war, gewinnt vor dem Hintergrund der sinkenden Einspeisevergütung der Eigenverbrauch an Bedeutung.

 

Regelung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Der Gesetzgeber hat die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Laufe der letzten Jahre stetig herabgesetzt.Über das EEG wurde bislang auch die Förderung des Eigenverbrauchs geregelt. Mit der letzten Neuregelung der Einspeisevergütung zum 1. April 2012 haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Die bis dahin gewährte zusätzliche Vergütung für selbst verbrauchten Solarstrom wurde abgeschafft. Betreiber von Anlagen mit einer Leistung von mehr als zehn Kilowatt müssen nun zehn Prozent des erzeugten Stroms selbst verbrauchen oder anderweitig vermarkten.

 

Netzparität und Wirtschaftlichkeit

Die Netzparität – das heißt, dass der Selbstverbrauch nicht mehr teurer ist als der Kauf des Stroms vom Versorger – ist im deutschen Energiemarkt bei neuen Anlagen inzwischen Realität. Die durchschnittliche Kilowattstunde (kWh) kostet aus der Eigenverbrauchsanlage nur noch 8–14 Cent (Stand 2013), während die durchschnittliche kWh bei den deutschen Energieversorgern bereits 26 (Stand Januar 2013) Cent und höher liegt.Deshalb lohnt sich für Privathaushalte und Gewerbetreibende bereits heute (Stand Januar 2013) die Installation einer PV-Anlage. Um hohe Eigenverbrauchsanteile zu erzielen, muss hierfür die Anlage richtig konzipiert und das Verbrauchsverhalten entsprechend angepasst werden.

Um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen, können sog. Solarbatterien installiert werden. Durch stark fallende Akkupreise rechnet sich dies heute (1/2014) auch schon.

Durch Anlagenteilverpachtung können auch Mieter den kostengünstigen Eigenverbrauchsstrom vom Mietshaus nutzen. Der Strombezug vom eigenen Dach senkt die Stromkosten um 25 bis 40 Prozent, da gegenüber Netzstrom die Kosten für Netzentgelte und Stromsteuer entfallen.

 

 

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